Kellerabdichtung in Bonn,
vom Betrieb aus der Innenstadt.
Feuchte Kellerwände haben in Bonn selten nur eine Ursache. Rheinnähe, Bachtäler, Kies- und Lössuntergrund und ein hoher Altbauanteil wirken zusammen. Diese Seite sagt, was davon auf Ihr Haus zutrifft, und was eine Kellerabdichtung hier leisten muss.
Der Bonner Untergrund: Kies, Sand und Löss
Bonn liegt auf den Terrassen des Rheins. Die Hauptterrasse trägt bis zu 10 Meter mächtige Sand- und Kiesablagerungen, die Mittelterrasse rund 20 Meter kiesige Sande, darunter stehen gefaltete Sandsteine und Tonschiefer des Devon an. Über weite Teile legte sich vor etwa 20.000 Jahren Löss, der nacheiszeitlich zu bis zu drei Meter mächtigem Lösslehm verwitterte.
Für die Abdichtung ist dieser Wechsel wichtig. Kies und Sand leiten Wasser gut, bindiger Lösslehm ist dagegen nur gering durchlässig. Wo beides übereinanderliegt, kann sich Niederschlagswasser in der Arbeitsraumverfüllung sammeln und seitlich auf die Kellerwand wirken, auch wenn der Grundwasserspiegel deutlich tiefer liegt. Fachleute sprechen dann von aufstauendem Sickerwasser. Für Bonn ist das je nach Lage ein häufiges Bild und eine mögliche Erklärung dafür, dass zwei Nachbarhäuser sehr unterschiedliche Schadensbilder zeigen können.
Das ist eine allgemeine Beschreibung der örtlichen Verhältnisse, keine Aussage über ein bestimmtes Gebäude. Was bei Ihnen tatsächlich vorliegt, ergibt erst die Untersuchung vor Ort mit Messung. Die verbindliche Einstufung der Wassereinwirkung, also der Lastfall, bleibt ohnehin einem Bodengutachter vorbehalten. Was wir tun: messen, das Schadensbild zuordnen und die Abdichtung danach auslegen.
Rhein und Grundwasser: die verzögerte Gefahr
Steigt der Rhein, steigt das Grundwasser mit. Die Stadt Bonn weist ausdrücklich darauf hin, dass in tiefer liegenden Geländebereichen mit dem Austreten von Grundwasser an der Oberfläche zu rechnen ist, auch abseits des Ufers. Für einzelne Lagen nennt die Stadt Schwellen am Bonner Pegel: Rheinpromenade Beuel und Rathenauufer ab etwa 7 Metern, Alter Zoll ab etwa 7,50 Metern, Estermannstraße in Graurheindorf ab etwa 8,70 Metern, Mehlem ab 8,90 Metern. Die höchsten Stände seit 1900 lagen 1993 bei 10,13 und 1926 bei 10,10 Metern.
Der für Keller wichtigste Punkt daran ist die Verzögerung. Das Grundwasser steigt noch, wenn der Pegel längst wieder fällt. Schäden zeigen sich deshalb oft erst Tage später. Wer dann zu früh auspumpt, kann den Druckunterschied unter der Bodenplatte vergrößern statt verkleinern.
Die Bonner Bäche: sieben Risikogewässer
Die Hochwasserrisikomanagementplanung des Landes führt für Bonn sieben Risikogewässer: Rhein und Sieg sowie Ankerbach, Godesberger Bach, Hardtbach mit dem Katzenlochbach, Mehlemer Bach und Vilicher Bach. Die Steckbriefe benennen die betroffenen Lagen sehr konkret, unter anderem Ramersdorf und Küdinghoven am Ankerbach, die Beethovenallee und den Innenstadtbereich von Bad Godesberg am Godesberger Bach, Tannenbusch, Lessenich, Dransdorf und Meßdorf am Hardtbach, Endenich und Lengsdorf am Katzenlochbach sowie Pützchen, Vilich-Müldorf und Geislar am Vilicher Bach.
Am Rhein selbst sind Rüngsdorf, Mehlem und Schwarzrheindorf schon bei häufigeren Ereignissen betroffen, bei selteneren kommen Graurheindorf, Gronau, Plittersdorf, Limperich und Ramersdorf hinzu. Wenn Ihr Haus in einer dieser Lagen steht, gehört die Frage nach eindringendem Wasser in die Planung, nicht erst in die Schadensmeldung.
Starkregen in Bonn: dokumentierte Ereignisse
Die Stadt Bonn dokumentiert Starkregenereignisse und gleicht sie mit ihren Gefahrenkarten ab. Benannt sind unter anderem der Starkregen am Mehlemer Bach am 3. Juli 2010 mit Uferrutschung, schwere Überschwemmungen am Mehlemer Bach in den Jahren 2010 und 2013, das Unwetter vom 20. Juni 2013, ein Ereignis in Bonn-Limperich 2013, eines am Godesberger Bach 2016 und die Überschwemmungen am Hardtbach im Juli 2021.
Seit 2019 gibt es Starkregengefahrenkarten für das gesamte Stadtgebiet. Sie sind kostenlos einsehbar und lohnen einen Blick, bevor Sie abdichten lassen: Sie zeigen, ob Ihr Grundstück im Fließweg liegt. Gegen Wasser, das oberflächlich zuläuft, hilft keine Horizontalsperre, sondern Geländeführung, Schwellen und Rückstausicherung. Gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit ist es genau umgekehrt.
Ein Viertel des Bestands ist Altbau
Der Zensus vom 9. Mai 2011 zählt für Bonn 56.587 Gebäude mit Wohnraum. Davon entstanden 8.448 vor 1919 und 5.599 zwischen 1919 und 1948, zusammen 14.047 Gebäude und damit rund ein Viertel des Bestands. Der größte Block, 25.843 Gebäude, stammt aus den Jahren 1949 bis 1978.
Diese Zahlen sind ein Hinweis darauf, warum die nachträgliche Horizontalsperre in Bonn häufig gebraucht wird. In Gebäuden der Vorkriegszeit fehlt eine wirksame Querschnittsabdichtung oft ganz, in den Nachkriegsjahrgängen bis in die 1970er können Bitumenpappen und frühe Abdichtungen verhärtet oder gerissen sein. In solchen Fällen kann Wasser aus dem Erdreich kapillar nach oben ziehen, mit Salzausblühungen, abplatzendem Putz und muffiger Luft als Folge.
Was wir in Bonn konkret machen
Am Anfang steht immer die Drycon Feuchte-Diagnose vor Ort: ein Bauingenieur misst die Durchfeuchtung, bestimmt die Salzbelastung, ordnet das Schadensbild zu und hält alles schriftlich fest. Daraus entsteht ein Sanierungskonzept und ein Festpreisangebot. Für Sie ist dieser Termin kostenfrei.
- Mauertrockenlegung und nachträgliche Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit, das häufigste Bild im Bonner Altbau.
- Kellerabdichtung innen und außen gegen seitlich eindringendes Wasser, einschließlich Sockel- und Bodenabdichtung.
- Feuchtemessung, Bautrocknung und Feuchtigkeitssanierung nach Wasserschaden oder Starkregenereignis.
- Schimmelsanierung dort, wo die Durchfeuchtung schon zu Befall geführt hat.
Geführt wird der Betrieb von zwei Bauingenieuren (M.Sc.) mit Meistertitel im Maurer- und Betonbauer- sowie im Stuckateurhandwerk, einer davon TÜV-zertifizierter Ingenieur für nachträgliche Abdichtung von Gebäuden. Im Neubau arbeiten wir nach DIN 18533, im Altbau anlehnend an DIN 18533 und nach den WTA-Richtlinien. Die über 20 Jahre Erfahrung und über 1.400 Projekte beziehen sich auf die drycon-Gruppe.
Anfahrt und Erreichbarkeit
Unser Sitz ist die Colmantstraße 20 in 53115 Bonn, wenige Minuten vom Hauptbahnhof. Termine im Bonner Stadtgebiet und im direkten Umland fahren wir ohne Anfahrtskosten an. Telefonisch erreichen Sie uns unter 0228 76371800, mobil und über WhatsApp unter 0176 320 29 139.
Häufige Fragen zur Kellerabdichtung in Bonn
Kellerabdichtung in Bonn
Dafür kommen in Bonn drei Gründe zusammen. Erstens der Untergrund: Die Stadt liegt auf den Kies- und Sandterrassen des Rheins, darüber liegt vielerorts Löss und Lösslehm. Zweitens die Nähe zum Rhein und zu den Bächen: Steigt der Rhein, steigt das Grundwasser mit, und zwar auch in Lagen, die nicht direkt am Ufer liegen. Drittens das Baualter: Ein großer Teil der Bonner Wohngebäude stammt aus einer Zeit, in der eine durchgehende Horizontalabdichtung noch nicht selbstverständlich war.
Die Hochwasserrisikomanagementplanung des Landes benennt für Bonn sieben Risikogewässer: Rhein, Sieg, Ankerbach, Godesberger Bach, Hardtbach mit Katzenlochbach, Mehlemer Bach und Vilicher Bach. Betroffen sind dadurch unter anderem Bad Godesberg, Mehlem, Rüngsdorf, Plittersdorf, Graurheindorf, Schwarzrheindorf, Limperich, Ramersdorf, Küdinghoven, Tannenbusch, Dransdorf, Lessenich, Meßdorf, Endenich, Lengsdorf, Pützchen, Vilich-Müldorf und Geislar. Das heißt nicht, dass dort jeder Keller nass ist. Es heißt, dass dort ein bekanntes Risiko besteht, das man beim Abdichten mitdenken sollte. Ob und wie stark Ihr Gebäude betroffen ist, zeigt erst die Untersuchung vor Ort.
Die Stadt Bonn nennt für einzelne Lagen konkrete Schwellen am Bonner Pegel: In Beuel wird die Rheinpromenade ab etwa 7 Metern überflutet, in der Bonner Innenstadt das Rathenauufer ab etwa 7 Metern und der Bereich Alter Zoll ab etwa 7,50 Metern, in Graurheindorf die Estermannstraße ab etwa 8,70 Metern, in Mehlem wird es ab 8,90 Metern kritisch. Die höchsten Stände seit 1900 lagen 1993 bei 10,13 Metern und 1926 bei 10,10 Metern. Wichtig für Kellerbesitzer: Das Grundwasser steigt auch nach dem Scheitel noch weiter, Schäden treten deshalb oft erst mit Verzögerung auf.
Häufig ja. Nach dem Zensus 2011 wurden in Bonn 8.448 Gebäude mit Wohnraum vor 1919 errichtet und weitere 5.599 zwischen 1919 und 1948, zusammen rund ein Viertel des Bestands von 56.587 Gebäuden. In dieser Bauzeit fehlt eine durchgehende Horizontalsperre häufig ganz oder sie ist nicht mehr wirksam. Das ist genau das Schadensbild, für das die nachträgliche Horizontalsperre entwickelt wurde. Ob das auf Ihr Haus zutrifft, lässt sich nur durch eine Messung vor Ort klären.
Nicht unbedingt, und die Unterscheidung ist wichtig. Wasser, das bei Starkregen kurzzeitig eindringt oder aus dem Kanal zurückstaut, ist ein anderes Ereignis als dauerhaft aufsteigende Feuchtigkeit. Das erste braucht Rückstausicherung, Geländeführung und gegebenenfalls eine druckwasserhaltende Abdichtung, das zweite eine Horizontalsperre. Beides kann nebeneinander vorliegen. Genau deshalb messen wir zuerst und ordnen das Schadensbild zu, bevor wir ein Verfahren vorschlagen.
Ja. Unser Sitz ist die Colmantstraße 20 in 53115 Bonn, also die Bonner Innenstadt. Das Bonner Stadtgebiet und das direkte Umland liegen in unserem Einzugsgebiet, die Anfahrt zur Feuchte-Diagnose kostet Sie dort nichts. Außerhalb des Einzugsgebiets stimmen wir einen möglichen Anfahrtszuschlag vorher ausdrücklich mit Ihnen ab.
Nichts. Die Drycon Feuchte-Diagnose ist für Sie kostenfrei: Anfahrt im Einzugsgebiet, Untersuchung vor Ort durch einen Bauingenieur mit Feuchtemessung und Fotodokumentation, schriftlicher Ursachenbericht, Sanierungskonzept und Festpreisangebot. Eine Zahlungspflicht entsteht erst mit einem gesondert erteilten Sanierungsauftrag.
Quellen der Ortsangaben
Die ortsbezogenen Angaben auf dieser Seite stammen aus öffentlich zugänglichen amtlichen Quellen. Stand der Auswertung: 13. September 2026.
- Bezirksregierung Köln, Hochwasserrisikomanagementplanung NRW, Kommunensteckbrief Bonn, Stand Dezember 2021 (Risikogewässer und betroffene Ortslagen)
- Bundesstadt Bonn, „Starkregen. Schutzmaßnahmen." (dokumentierte Starkregenereignisse, Starkregengefahrenkarten seit 2019)
- Bundesstadt Bonn, „Rhein-Hochwasser. Vorsorge." (Pegelschwellen einzelner Lagen, Grundwasseranstieg, höchste Wasserstände seit 1900)
- Bundesstadt Bonn, Geologischer Lehrpfad (Rheinterrassen, Mächtigkeiten von Kies, Sand und Löss)
- Zensus vom 9. Mai 2011, Gemeindeblatt Bonn, Stadt, Regionalschlüssel 053140000000, Tabelle 1.1 (Gebäude mit Wohnraum nach Baujahr)
Diese Seite beschreibt allgemeine örtliche Verhältnisse. Sie ersetzt keine Untersuchung Ihres Gebäudes und enthält keine Zusage zu einem bestimmten Lastfall. Die Einordnung des Lastfalls trifft ein Bodengutachter.
