Drycon Core – Ingenieurtechnik für Bauwerksabdichtung
Kellerabdichtung Krefeld

Kellerabdichtung in Krefeld: der Rhein im Osten, das Grundwasser im Norden.

Krefeld hat zwei Feuchteursachen, die anderswo so nicht vorkommen, und beide haben mit Wasser zu tun, das man von oben nicht sieht. Im Osten drückt der Rhein. Im Norden wurde der Grundwasserstand jahrzehntelang künstlich abgesenkt, und diese Absenkung ist im März 2020 beendet worden.

Auf dieser Seite steht, was davon belegt ist, mit Quelle. Und es steht ausdrücklich dabei, was sich daraus für Ihr Haus nicht ableiten lässt.

Im Osten schwankt das Grundwasser mit dem Rhein

Der Kommunalbetrieb Krefeld beziffert es so:

Im Raum Krefeld sind langjährige Schwankungen des Grundwasserstandes von 2,5 bis 4 Metern möglich. Im Einflussbereich des Rheins können sich diese Spannen verdoppeln.

Besonders betroffen sind nach derselben Quelle Uerdingen, Linn und Gellep-Stratum. Dort sind also Schwankungen bis in den Bereich von rund acht Metern möglich.

Dazu kommt der Jahresgang: In normalen Jahren steht das Grundwasser am Ende des Winters wenige Dezimeter bis zu einem Meter höher als am Ende des Sommers.

Was das praktisch bedeutet: Eine Abdichtung, die im Spätsommer bei niedrigem Grundwasser geplant wird, kann im Spätwinter mit einer ganz anderen Belastung konfrontiert sein. Wer im August misst und daraus auf das ganze Jahr schließt, misst den günstigsten Moment.

Der Kommunalbetrieb veröffentlicht seit Oktober 2022 halbjährlich Grundwassergleichenkarten, jeweils für April und Oktober.

Rheinhochwasser

Rund ein Drittel des Krefelder Stadtgebiets liegt im Risikogebiet des Rheins. Die Schutzanlagen entlang der rund sieben Kilometer langen Rheinlinie sind auf ein 500-jährliches Hochwasser ausgelegt, dazu kommt das Rheintor in Krefeld-Uerdingen.

Wie nah das kommen kann, zeigt der 2. Januar 2024. Der Kommunalbetrieb rechnete damals mit einem Scheitel in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar bei rund 8,00 Metern am Pegel Düsseldorf. Die Hochwassermarke I liegt bei 8,50 Metern Düsseldorf, was 9,50 Metern in Krefeld entspricht. Die Untere Werft war zu diesem Zeitpunkt bereits gesperrt.

Im Norden wurde jahrzehntelang abgepumpt. Seit März 2020 nicht mehr.

Das ist der Krefelder Sonderfall, und er ist gut dokumentiert.

Seit Mitte der siebziger Jahre war der Grundwasserstand im Krefelder Norden durch industrielle Wasserentnahme abgesenkt. Ende der siebziger Jahre baute die LEG in diesem Bereich, am Bönnersdyk und Rislerdyk, Reihenhäuser. Damit die Keller trocken blieben, liefen am Rislerdyk Pumpen, die rund 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr in den Niepkuhlenzug förderten.

2015 beschloss die LEG, das Pumpen zu beenden. Im März 2020 wurde tatsächlich abgeschaltet.

Und hier hören wir auf. Was seit der Abschaltung an den einzelnen Häusern passiert ist, welche Keller betroffen sind und wie weit das Grundwasser dort gestiegen ist, kursiert in verschiedenen Zahlen. Wir haben dafür keine belastbare Quelle gefunden und tragen deshalb keine Zahl nach.

Was sich sagen lässt, ist das: Wer im Krefelder Norden in einem Haus aus dieser Bauzeit wohnt, hat eine Kellerabdichtung, die unter der Annahme eines künstlich abgesenkten Grundwasserstands gebaut wurde. Ob das an Ihrem Haus heute noch trägt, kann Ihnen keine Website beantworten. Das zeigt eine Messung vor Ort, und die kostet bei uns nichts.

Der Starkregen in Fischeln, Ende Juni 2021

Für Krefeld gibt es genau ein Starkregenereignis, das mit Ort und Menge beziffert ist. Der Kommunalbetrieb nennt es so:

Ende Juni 2021 fielen in Fischeln 65 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden.

Zum Vergleich: Der Deutsche Wetterdienst spricht von Starkregen bereits ab 15 Litern je Quadratmeter in einer Stunde. In Fischeln kam also ein Vielfaches davon herunter.

Bei solchen Mengen ist nicht der Rhein das Problem, sondern der Weg des Wassers über die Oberfläche und der Rückstau aus dem Kanal. Ein Keller, der gegen aufsteigende Feuchtigkeit gesichert ist, ist gegen drückendes Oberflächenwasser noch lange nicht gesichert. Das sind zwei verschiedene Lastfälle und zwei verschiedene Bauteile.

Was unter Krefeld liegt

Unter dem Stadtgebiet stehen bis zu 30 Meter mächtige Kies- und Sandablagerungen des Rheins. Auf der Kempener Platte liegt darüber etwa ein Meter Löss.

Der Hülser Berg mit 63 Metern ist die höchste natürliche Erhebung im Stadtgebiet. Er gehört zu den Stauchmoränen, die vor rund 240.000 Jahren aufgepresst wurden.

Warum das zählt: Kies und Sand leiten Wasser gut. Das ist der Grund, warum sich eine Grundwasserschwankung im Krefelder Untergrund schnell und großflächig auswirkt und nicht lokal gepuffert wird.

Was wir hier nicht tun: Wir sagen Ihnen nicht, welcher Lastfall an Ihrem Haus vorliegt. Das darf nur ein Bodengutachten. Wir dichten grundsätzlich nach dem ungünstigsten Lastfall ab, bis das Gegenteil belegt ist.

Woher wir kommen

Wir haben in Krefeld keine Niederlassung. Unser Sitz ist die Colmantstraße 20 in Bonn. Krefeld gehört zu unserem Einsatzgebiet am Niederrhein, und die Anfahrt zur Feuchte-Diagnose ist dort kostenfrei.

Das schreiben wir so deutlich hin, weil das Gegenteil bei Abdichtungsbetrieben verbreitet ist und weil Sie wissen sollen, mit wem Sie es zu tun haben.

Geführt wird der Betrieb von zwei Bauingenieuren (M.Sc.) mit Meistertitel im Maurer- und Betonbauerhandwerk sowie im Stuckateurhandwerk. Mohamed Herz ist TÜV-zertifizierter Ingenieur für nachträgliche Abdichtung von Gebäuden und fährt die Diagnosetermine persönlich.

Drycon Core ist die Abdichtungs-Tochter der drycon® GmbH. Die Gruppe ist seit über 20 Jahren am Markt und hat über 1.400 Projekte umgesetzt.

Wie es abläuft

1. Erstgespräch am Telefon. Kostenlos.

2. Feuchte-Diagnose vor Ort. Ebenfalls kostenlos. Feuchtemessung im Mauerwerk, Fotodokumentation, schriftlicher Ursachenbericht, Sanierungskonzept und Festpreisangebot mit Aufmaß. Eine Rechnung entsteht erst, wenn Sie uns mit der Sanierung beauftragen.

3. Ausführung. Geplant vom Bauingenieur, ausgeführt vom Meisterbetrieb, dokumentiert bis zur gemeinsamen Abnahme. Im Altbau in Anlehnung an die DIN 18533 und nach den WTA-Richtlinien, im Neubau nach DIN 18533.

Auf die meisten, nicht auf alle Sanierungsarbeiten gewähren wir eine verlängerte Gewährleistung von zehn Jahren. Der genaue Umfang wird im jeweiligen Auftrag vereinbart.

Feuchter Keller in Krefeld? Rufen Sie an, das Erstgespräch kostet nichts.

0228 76371800 · WhatsApp 0176 320 29 139 · info@drycon-core.com

Termin für die kostenfreie Feuchte-Diagnose

Quellen der Ortsangaben

Die ortsbezogenen Angaben auf dieser Seite stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen. Stand der Auswertung: 13. September 2026.

  • Kommunalbetrieb Krefeld, Grundwasser: Schwankungen von 2,5 bis 4 Metern, Verdopplung im Einflussbereich des Rheins, Uerdingen, Linn und Gellep-Stratum, Jahresgang, Gleichenkarten seit Oktober 2022
  • Kommunalbetrieb Krefeld, Hochwasserschutz: rund ein Drittel des Stadtgebiets im Risikogebiet, rund sieben Kilometer Rheinlinie, Auslegung auf ein 500-jährliches Hochwasser, Rheintor Uerdingen
  • Kommunalbetrieb Krefeld, Mitteilung vom 02.01.2024: Scheitel in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar, rund 8,00 Meter Pegel Düsseldorf, Hochwassermarke I bei 8,50 Metern, Untere Werft gesperrt
  • NABU, Niepkuhlen: Absenkung seit Mitte der siebziger Jahre, Bebauung am Bönnersdyk und Rislerdyk, rund 1,5 Millionen Kubikmeter pro Jahr, Beschluss 2015, Abschaltung im März 2020
  • Kommunalbetrieb Krefeld, Starkregen: 65 Liter je Quadratmeter in Fischeln, Ende Juni 2021
  • Geologische Beschreibung Krefeld: bis zu 30 Meter Kies und Sand, rund ein Meter Löss auf der Kempener Platte, Stauchmoränen vor rund 240.000 Jahren, Hülser Berg mit 63 Metern
  • Deutscher Wetterdienst: Definition von Starkregen

Diese Seite beschreibt allgemeine örtliche Verhältnisse. Sie ersetzt keine Untersuchung Ihres Gebäudes und enthält keine Zusage zu einem bestimmten Lastfall. Die Einordnung des Lastfalls trifft ein Bodengutachten.