Drycon Core – Ingenieurtechnik für Bauwerksabdichtung
Kellerabdichtung Neuss

Kellerabdichtung in Neuss: wenn das Wasser von unten kommt.

In Neuss ist der feuchte Keller weder ein Einzelfall noch ein Gerücht. Die Stadt sammelt seit Januar 2025 selbst Daten dazu und sagt den Grund offen. Das Wasser kommt hier in vielen Fällen nicht von oben durch die Wand, sondern von unten durch die Sohle.

Das ist ein anderer Schadensfall als eine durchfeuchtete Kellerwand, und er verlangt eine andere Abdichtung. Auf dieser Seite steht, was belegt ist, mit Quelle. Und es steht ausdrücklich dabei, was sich daraus für Ihr Haus nicht ableiten lässt.

Die Stadt Neuss sagt selbst, wo das Grundwasser hoch steht

Das muss man nicht vermuten, es steht auf den Seiten der Stadt. Dort heißt es wörtlich:

Der alte Stadtkern mit Gnadental sowie große Teile der Ortslagen Grimlinghausen, Uedesheim, Norf und Allerheiligen weisen große Flurabstände bzw. einen relativ tiefliegenden Grundwasserspiegel auf.

Umgekehrt sind nach derselben Quelle die „früher dünn besiedelten, tiefer gelegenen Bach- und Flussauen durch geringe Flurabstände geprägt".

Was Flurabstand praktisch heißt: Es ist der Abstand zwischen Geländeoberkante und Grundwasserspiegel. Ist er groß, liegt das Grundwasser tief unter der Kellersohle. Ist er gering, steht es dicht darunter, und dann reicht schon der normale Jahresgang, um die Sohle zu erreichen.

Eine Ehrlichkeit gehört dazu: Im nördlichen Stadtgebiet ist die Datenlage am unsichersten, weil dort die wenigsten Grundwassermessstellen stehen. Das sagt die Stadt ebenfalls selbst. Wir ordnen deshalb keine Straße und kein Haus einem bestimmten Flurabstand zu.

In der Nordstadt ist es seit 2024 ein politisches Thema

Am 26. Juni 2024 berichtete der lokale Sender NE-WS 89.4 über einen Antrag im Bezirksausschuss Nordstadt. Gefordert wurden „konkrete Maßnahmen zur Kappung von Grundwasserspitzen" und eine regelmäßige Behandlung im Umweltausschuss. Begründung: In der Nordstadt gebe es „immer wieder nasse Keller", besonders bei viel Regen.

Ein gutes halbes Jahr später, am 8. Januar 2025, startete die Stadt Neuss eine Bürgerbefragung zu feuchten Kellern. Hauseigentümer sollten in einem Online-Fragebogen angeben, wann und welche Probleme sie hatten. Ziel war eine Karte. Die Stadt arbeitet dabei mit dem Rhein-Kreis Neuss und dem Erftverband zusammen, Kaarst führt ein ähnliches Verfahren durch.

Die Stadt begründet das mit einem Satz, der für sich steht:

Immer wieder melden sich Neusser bei der Stadt, weil ihre Keller durch den hohen Grundwasserstand feucht sind.

Was wir dazu nicht sagen: Ob diese Karte inzwischen vorliegt, wissen wir nicht. Wir behaupten es deshalb auch nicht.

Der Satz der Stadt, den die meisten Bauherren nie gelesen haben

Das ist die für Eigentümer unangenehmste Stelle, und sie stammt nicht von uns. Die Stadt Neuss schreibt, dass „Fragen des Grundwasserstandes im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens nicht erörtert" werden.

Im selben Atemzug empfiehlt sie Bauherren in Gebieten mit geringem Flurabstand ausdrücklich drei Vorsorgemaßnahmen:

  • Verzicht auf eine Unterkellerung
  • Anhebung des Kellerniveaus oder der Sockelhöhe
  • „wasserundurchlässige Abdichtung des Kellergeschosses durch eine weiße (wasserdichter Beton) oder schwarze (Bitumenabdichtung) Wanne"

Übersetzt: Wer in Neuss gebaut oder gekauft hat, wurde im Genehmigungsverfahren nicht auf den Grundwasserstand hingewiesen. Die Empfehlung gab es, die Prüfung im Verfahren nicht. Genau dazwischen liegen die Keller, um die es heute geht.

Eine schriftliche Grundwasserstandsauskunft kostet bei der Stadt 35 Euro. Das ist eine sinnvolle Ausgabe, bevor irgendjemand ein Angebot schreibt, und wir sagen Ihnen im Termin, ob sie sich in Ihrem Fall lohnt.

Was unter Neuss liegt

Neuss liegt am linken Niederrhein auf einer Niederterrasse, gegenüber von Düsseldorf, an der Mündung der Erft in den Rhein. Der Untergrund gehört zur Niederrheinischen Bucht, die während der Eiszeiten mit mächtigen Kies- und Sandablagerungen verfüllt wurde.

Die Mächtigkeit der Terrassenablagerungen schwankt in Neuss zwischen fünf und 35 Metern.

Diese sandig-kiesigen Schichten sind wegen ihres hohen Speichervolumens und ihrer guten Durchlässigkeit der Hauptgrundwasserleiter. Nach unten begrenzt werden sie durch gering durchlässige, feinsandige Meeresablagerungen.

Warum das zählt: Ein gut durchlässiger Untergrund puffert nicht. Er gibt eine Veränderung des Grundwasserstands schnell und großflächig weiter, statt sie örtlich abzufangen. Aufstauendes Sickerwasser über bindigen Schichten, der klassische Fall in Lösslandschaften, ist hier dagegen nicht der Regelfall.

Für den größeren Zusammenhang, und ausdrücklich als Kreiszahl und nicht als Neusser Zahl: Der Sachstandsbericht Grundwasser des Rhein-Kreises Neuss hält fest, dass „in weiten Teilen des Rhein-Kreises Neuss der natürliche Grundwasserspiegel weniger als 3 m unter Geländeoberfläche" liegt, bei natürlichen Schwankungen von ein bis zwei Metern. Erhöhte Grundwasserstände sind dort seit etwa 1999 feststellbar.

Was wir hier nicht tun: Wir sagen Ihnen nicht, welcher Lastfall an Ihrem Haus vorliegt. Das darf nur ein Bodengutachten. Wir dichten grundsätzlich nach dem ungünstigsten Lastfall ab, bis das Gegenteil belegt ist.

Hochwasser ist nicht Grundwasser

Neuss hat beides, und die beiden Themen werden oft in einen Topf geworfen. Das ist fachlich falsch, deshalb trennen wir es hier.

Die Stadt arbeitet mit gestaffelten Pegelschwellen: Ab 3,40 Metern werden die ersten Kanalschieber der Stadtentwässerung kontrolliert, ab 6,00 Metern erfolgen erste Hochwasserabsperrungen, ab 8,65 Metern werden Deich- und Mauertore geschlossen. Das war zuletzt 1993 und 1995 der Fall. Ab 8,85 Metern schließt das Schutztor am Fähranlieger Uedesheim, ab 9,55 Metern das Tor am Gut Alt Wahlscheid.

Das beschreibt Überflutung durch Flusswasser. Ein Keller, der bei Rheinhochwasser volläuft, hat ein anderes Problem als ein Keller, in dem im Frühjahr das Grundwasser durch die Sohle drückt. Es sind zwei verschiedene Lastfälle, zwei verschiedene Bauteile und zwei verschiedene Abdichtungen.

Wenn Ihnen jemand beides mit demselben Produkt lösen will, lohnt eine zweite Meinung.

Woher wir kommen

Wir haben in Neuss keine Niederlassung. Unser Sitz ist die Colmantstraße 20 in Bonn. Neuss gehört zu unserem Einsatzgebiet am Niederrhein, und die Anfahrt zur Feuchte-Diagnose ist dort kostenfrei.

Das schreiben wir so deutlich hin, weil das Gegenteil bei Abdichtungsbetrieben verbreitet ist und weil Sie wissen sollen, mit wem Sie es zu tun haben.

Geführt wird der Betrieb von zwei Bauingenieuren (M.Sc.) mit Meistertitel im Maurer- und Betonbauerhandwerk sowie im Stuckateurhandwerk. Mohamed Herz ist TÜV-zertifizierter Ingenieur für nachträgliche Abdichtung von Gebäuden und fährt die Diagnosetermine persönlich.

Drycon Core ist die Abdichtungs-Tochter der drycon® GmbH. Die Gruppe ist seit über 20 Jahren am Markt und hat über 1.400 Projekte umgesetzt.

Wie es abläuft

1. Erstgespräch am Telefon. Kostenlos.

2. Feuchte-Diagnose vor Ort. Ebenfalls kostenlos. Feuchtemessung im Mauerwerk, Fotodokumentation, schriftlicher Ursachenbericht, Sanierungskonzept und Festpreisangebot mit Aufmaß. Eine Zahlungspflicht entsteht erst mit dem Sanierungsauftrag.

3. Sanierungskonzept, passend zum Gebäude und zum Befund, nicht von der Stange.

4. Ausführung mit Dokumentation.

5. Gemeinsame Abnahme.

Feuchter Keller in Neuss? Rufen Sie an, das Erstgespräch am Telefon kostet nichts.

0228 76371800 · WhatsApp 0176 320 29 139 · info@drycon-core.com

Termin für die kostenfreie Feuchte-Diagnose

Quellen der Ortsangaben

Die ortsbezogenen Angaben auf dieser Seite stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen. Stand der Auswertung: 19. September 2026.

  • Stadt Neuss, Grundwasser: Flurabstände im Stadtgebiet, Hinweis auf die dünne Messstellendichte im Norden, Empfehlungen für Bauherren, Auskunftsgebühr
  • Stadt Neuss: „Fragen des Grundwasserstandes werden im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens nicht erörtert“
  • Stadt Neuss, Bürgerbefragung zu feuchten Kellern vom 8. Januar 2025, gemeinsam mit dem Rhein-Kreis Neuss und dem Erftverband
  • NE-WS 89.4 vom 26. Juni 2024: Antrag im Bezirksausschuss Nordstadt zur Kappung von Grundwasserspitzen
  • Geologische Beschreibung Neuss: Niederterrasse, Mächtigkeit der Terrassenablagerungen zwischen fünf und 35 Metern, Hauptgrundwasserleiter
  • Rhein-Kreis Neuss, Sachstandsbericht Grundwasser: Grundwasserspiegel in weiten Teilen weniger als 3 m unter Geländeoberfläche, Schwankungen von ein bis zwei Metern, erhöhte Stände seit etwa 1999
  • Stadt Neuss, Hochwasserschutz: gestaffelte Pegelschwellen von 3,40 bis 9,55 Metern, Toreinsätze zuletzt 1993 und 1995

Diese Seite beschreibt allgemeine örtliche Verhältnisse. Sie ersetzt keine Untersuchung Ihres Gebäudes und enthält keine Zusage zu einem bestimmten Lastfall. Die Einordnung des Lastfalls trifft ein Bodengutachten.